Kohlehydrate
Der Energielieferant für den Ausdauersportler. Kohlehydrate sind sowohl in den verschiedenen Trainingsphasen als auch im Wettkampf unentbehrlich. Zeitweise waren Sie als Dickmacher in Verruf geraten. Wer sich nur etwas auskennt, weiß dass dies nicht richtig ist. Durch zwei weitere Aspekte allerdings kann der begehrte „Treibstoff" zum Dickmacher werden:
Erstens: Wenn reichlich Kohlehydrate zugeführt werden, ohne diese im Gegenzug durch ausreichende sportliche Aktivität zu verbrennen. Das aus der Glukose gewonnene Glykogen wird dann direkt unverbraucht in Körperfett umgewandelt. Das klingt selbst für uns Laien schlüssig und verhält sich im Effekt bei den beiden anderen großen Nährstofflieferanten Protein und Fett nicht anders.

Was sind nun gute Kohlehydratquellen für den Hobbytriathleten? Die gängigsten und in unseren Breitengraden überall zu Verfügung stehenden sind: Brotwaren, Nudeln, Reis, Obst, Haferflocken und Müsli. Sie haben es schon bemerkt. Die wirklich leckeren habe ich weggelassen: Schokolade, Kekse, Kuchen, Burger, Pommes...
Sie sollten bei Ihrer Kohlehydratzufuhr auf verschiedene Dinge achten. Einerseits muss Ihr Körper, gerade auch in der Trainingsphase ausreichend versorgt werden. Andererseits aber sollten Sie mit der Aufnahme von Kohlehydraten „haushalten". Das heißt, dass Sie auf Ihren Körper und seine Signale hören sollten. Sind die Speicher nach einem zweistündigen Trainingslauf leer und der Körper fordert entsprechend die Zufuhr von Kohlehydraten ist das ein sicheres Zeichen, dem Sie folgen müssen. Bekommen Sie trotz ausreichender Zufuhr und nur leichter Trainingseinheit am Tag abends „Heißhunger" auf Schokolade und Kekse, ist das nicht unbedingt ein Zeichen des Körpers, dem Sie folgen müssen...Vereinfacht ausgedrückt sollten Sie bei der Aufnahme von Kohlehydraten darauf achten, dass es sich überwiegend um so genannte komplexe Kohlehydrate handelt. Hierunter fallen z.B. Vollkornbrote, Haferflocken, Vollkornnudeln, ungeschälter Reis, Obst. Im Gegensatz hierzu sollen einfach Kohlehydrate, wie Industriezucker, Marmeladen, Honig, Weißbrote, gezuckerte Säfte eher sehr dosiert verwendet werden. Drei wesentliche Gründe sprechen für die überwiegende Verwendung von komplexen Kohlehydraten: In der Regel erhalten sie deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe, weil es oft die naturbelasseneren Produkte sind. Des Weiteren ist der Anteil an Ballaststoffen um ein Vielfaches höher, was zu einer regelmäßigeren Verdauung beiträgt. Außerdem ist der Sättigungsgrad bei gleicher verzehrter Menge höher und die extremen Schwankungen des Blutzuckers (die u.a. auch für Heißhungerattacken verantwortlich sind) entfallen.
Bewusst zu einfachen Kohlehydraten greife ich unmittelbar vor Trainingseinheiten oder vor Wettkämpfen. Hier würde der Verdauungsapparat durch komplexe Kohlehydrate unnötig belastet, was es zu vermeiden gilt, weil durch die Verdauungsarbeit Blut für die Versorgung der Muskulatur fehlen würde.