Proteine
Im gängigen Sprachgebrauch spricht man auch von Eiweiß, wobei natürlich nicht das Eiklar des Hühnereis gemeint ist. Proteine setzen sich aus verschiedenen Aminosäuren zusammen und sind die wesentlichen Bausteine für unsere Muskeln. Triathleten wollen ja nun keine Muskelmassen aufbauen. Dennoch ist der Aufbau von Muskulatur, wie sie für den Triathlon erforderlich ist, die gewollte Folge vom entsprechenden Training. Ohne die ausreichende Zufuhr von Protein ist das aber nicht möglich!

Ein weiterer Effekt von mangelnder Proteinzufuhr ist die eingeschränkte Regenerationsfähigkeit des Körpers. Insbesondere bei langen und/oder harten Trainingseinheiten wird die Muskulatur teilweise angegriffen und geschädigt. Um dies zu verhindern ist es zum Teil schon sinnvoll einzelne Aminosäuren vor Einheiten zuzuführen, bzw. bei der Einnahme von Kohlehydrat-/Mineraldrinks darauf zu achten, dass ein Anteil Aminosäuren enthalten ist (siehe auch demnächst auf unserer Homepage unter dem Thema Supplements). Die Hersteller entsprechender Produkte haben dies auch erkannt und bieten aminosäurehaltige Drinks für Training und Wettkampf an.
Unmittelbar nach dem Training ist nicht nur die Zufuhr von Kohlehydraten, die vom Körper ja auch unmissverständlich signalisiert wird, wichtig. Fast wichtiger erscheint mir die sofortige Zufuhr von Proteinen, am besten in Form eines Eiweißshakes. Muskelabbauende Prozesse werden so gestoppt und die "Reparatur" kleiner Schäden kann zügig beginnen. Die Einnahme von Eiweiß unmittelbar nach der Belastung ist somit einer der wesentlichen Schritte zu einer zügigen Regeneration.Wenn Sie beim Einkauf von Proteinprodukten noch darauf achten, dass Sie für Ihren Shake nach dem Training so genanntes Whey-Protein kaufen, haben Sie alles richtig gemacht. Whey-Protein steht dem Körper aufgrund seines weniger komplexen Aufbaus schneller zur Verfügung, was unserem Ziel nach dem Training ja zu 100% entspricht.
Die letzte eiweißhaltige kleine Mahlzeit vor dem Zubettgehen, darf dann gerne der simple Magerquark sein.
Abgesehen vom Shake sind die gängigsten Eiweißquellen vor allem Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Haferflocken und Eier. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass sich tierisches Protein für unsere Zwecke besser eignet als pflanzliches. Nachteil von vielen tierischen Eiweißquellen ist allerdings oft der hohe Fettanteil, weshalb auch diese Quelle bewusst gewählt werden sollte.
Die tägliche Mengenempfehlungen für Sportler schwanken in den meisten Publikationen zwischen 1 und 2 Gramm Proteinzufuhr per Kilogramm Körpergewicht.
Ich empfehle auch hier, sich nicht verrückt machen zu lassen. Vielleicht haben Sie einmal die Muse festzustellen, wie viel Gramm Eiweiß in Ihrem Putensteak enthalten sind? Stöbern Sie doch mal in der Nährstofftabelle und prägen Sie sich die wichtigsten Eiweißspender ein. Sie werden im Laufe Ihrer Triathlonerfahrungen jedoch ein solches Körpergefühl entwickeln, dass auch die „richtige" Menge je Nährstoff von Ihrem Körper erkannt und eingefordert wird. Hören Sie einfach auf die Signale des Körpers.