Ironman History
Auf dieser Seite wollen wir die History der "Mutter aller Schlachten", wie der Ironman auf Hawaii von Athleten auch ehrfurchtsvoll genannt wird, beleuchten.

Zur Erklärung vorab, und um rechtliche Streitigkeiten auszuschließen: "Ironman" ist eine inzwischen weltumspannende, selbständige Marke (siehe auch Top-Links), mit eigenen Wettkämpfen. Wenn wir auf dieser Seite oder an irgendeiner anderen Stelle unserer Site von "Ironman" sprechen, meinen wir stets die umgangssprachliche Ironman-Distanz im Triathlon, nämlich 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Wir wollen weder die eine noch die andere Marke oder Wettkampfserie besser oder schlechter darstellen. Vor allem aber wollen wir die persönliche Meinung des Autors dieser Seite hervorheben:
Was zählt ist die Leistung des einzelnen Athleten - nicht das Logo auf der Medaille oder Urkunde!
Nun aber genug der Erklärungen. Hier die Entstehungsgeschichte des Ironman: Vor 30 Jahren geriet eine Gruppe von US-Navys über die Frage, ob wohl der Schwimmer, der Biker oder der Marathon-Läufer der härteste Athlet sei, in eine Diskussion, die mit dem Ergebnis endete, dass die drei härtesten Ausdauer-Wettkämpfe von Oahu (eine der Hawaii-Inseln) kombiniert oder besser "addiert" werden sollten. "Der Startschuss fällt um sieben Uhr morgens, die Uhr läuft durch. Wer als erster ins Ziel kommt, den nennen wir Ironman!" so John Collins, ein Navy-Offizier.
Kurzerhand wurden das 2,4 Meilen lange Waikiki Brandungsschwimmen mit dem Oahu-Radrennen (112 Meilen) und dem Honolulu-Marathon vereint: Die Geburtsstunde des Ironman! Der Sieger beim ersten Rennen, Gordon Haller, finishte in 11 Stunden, 46 Minuten und 58 Sekunden. Gestartet, für ein Startgeld von gerade einmal drei Dollar, waren 15 Athleten, von denen 12 im Ziel ankamen.
Die faszinierende Mischung aus schier unglaublicher körperlicher und psychischer Härte der Athleten, die sich bei flimmernder Hitze und unbarmherzigem Wind im öden Vulkangestein bei unendlicher Einsamkeit stundenlang quälen, lies das Interesse der Zuschauer und Medien wachsen. Auch die Teilnehmerzahlen wuchsen, so dass der Wettkampf 1981 (in diesem Jahr starteten bereits 326 Athleten) nach Kona verlegt werden musste. Zeitlimits von zunächst 18:30 Stunden und seit 1983 17:00 Stunden wurden eingeführt. Inzwischen muss sich jeder einzelne Athlet für die Teilnahme auf Hawaii durch eine entsprechende Finisher-Zeit bei einem anderen der weltweiten Ironman-Wettbewerbe qualifizieren (Übersicht über alle "Ironmanwettkämpfe" und somit auch über die Qualifikationsmöglichkeiten für Hawaii unter Ironman.com).
Julie Moss, die 1982 auf Hawaii in Führung liegend auf der Zielgeraden zusammenbrach und sich auf allen Vieren ins Ziel schleppte, machte den Ironman noch populärer. Die begeisternden aber auch aufwühlenden und erschreckenden Aufnahmen (hier zum Video) vermittelten weltweit einem bisher nicht dagewesenen Publikum das Triathlon-Ideal: das Finish und der Sieg über sich selbst bedeutet alles! Und jeder Finisher ist ein Held!

In Deutschland fand der erste Triathlon 1982 in Essen statt. Die Entwicklung verlief rasant. Viele Seiteneinsteiger aus den drei Einzelsportarten aber auch andere Sportler suchten neue Herausforderungen. In den Anfangsjahren wurde Triathlon häufig mit Ironman verwechselt bzw. gleichgesetzt. Für die meisten am Sport interessierten Menschen wirkten die Streckendimensionen jedoch eher abschreckend. Es entwickelte sich dennoch ein Streckenangebot welches für Hobbysportler immer interessanter wurde. Heute sind die klassischen Distanzen die Volksdistanz (500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen) und die olympische Distanz (1500m/40km/10km). Bei vielen Wettbewerben wird den Interessierten der Einstieg auch mittels Staffelangeboten (drei Teilnehmer ergeben eine Staffel und jeder startet bei einer der Einzeldisziplinen) erleichtert.
Nach dem Weltmeistertitel von Daniel Unger 2007 und Jan Frodenos Goldmedaille bei den olympischen Spiel 2008 in Peking wird Triathlon auch in Deutschland verstärkt wahrgenommen. Die bekanntesten Veranstaltungen hierzulande sind u.a. der Hamburger Cityman, die Ironman Europameisterschaft in Frankfurt und die traditionsreiche "Challenge"-Langdistanz in Roth.